Aktive Eingliederung

Aufruf zur Teilnahme am Ideenwettbewerb "Aktive Eingliederung"

Der Landkreis Jerichower Land ruft alle interessierten Träger auf, Projektvorschläge zur Verbesserung der Integrationschancen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen im Rahmen des Wettbewerbs

"AKTIVE EINGLIEDERUNG "

einzureichen.

Die Grundlage für die Durchführung des Wettbewerbs und Umsetzung entsprechender Projekte ist die "Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung". Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Welcher Personenkreis soll von der Förderung profitieren?
Aus der Bedarfsanalyse für den Landkreis Jerichower Land resultiert eine Zielgruppe mit ausgeprägten beschäftigungsrelevanten Defiziten und einem daraus resultierenden besonderen Unterstützungsbedarf. Mit Hilfe der Förderangebote der Agentur für Arbeit oder dem SGB II - Träger ist diese Zielgruppe nicht oder nicht mehr erreichbar. Bezieher von Arbeitslosengeld I nach SGB III können nicht gefördert werden.

Diese Zielgruppe weist einzelne der folgenden weiteren Merkmale auf:

  • Ältere Arbeitslose ab dem vollendeten 50. Lebensjahr
  • Arbeitslose mit gesundheitlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen
  • ALG-II - Leistungsbezug
  • langzeitarbeitslos
  • Arbeitslose mit Migrationshintergrund
  • Geflüchtete Menschen, d.h. Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis, die uneingeschränkt als Beschäftigte arbeiten dürfen und die im SGB II registriert oder bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet sind

Was wird gefördert?
Gefördert werden ganzheitliche Angebote zur Aktivierung und persönlichen Stabilisierung, die über eine längerfristige Integrationsbegleitung eine wesentliche Steigerung der Integrationschancen bzw. eine Integration in den 1. Arbeitsmarkt erwarten lassen. 

Nähere Details sind im Teil 2 Besonderer Regelungen, Abschnitt A Punkt 1.3 und 1.4 der "Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung" aufgelistet.

Für jeden Teilnehmer ist ein individueller Entwicklungsplan zu erstellen, der die Projektziele für den einzelnen Teilnehmer vereinbart, den individuellen Projektverlauf festlegt und seine Umsetzung dokumentiert (Projektelemente gemäß Richtlinie Teil 2, Abschnitt A, Ziffer 1.3)

Die mit dem Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse sind beginnend mit der Potenzialanalyse bis zum Ende der Betreuung festzuhalten und auszuwerten. Zum Maßnahmenende erfolgt die Erstellung eines teilnehmerbezogenen Berichtes.

Die Projekte müssen ein detailliertes Betreuungs- und Integrationskonzept mit einer festgelegten Mindestzahl von Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung beinhalten. Hierbei muss eine intensive Kooperation zwischen den Trägern und dem gemeinsamen Arbeitgeberservice des Arbeitsamtes / des Jobcenters erfolgen. Auch sollte die Jobbörse entsprechend intensiv zur beruflichen Eingliederung genutzt werden.

Die Projekte sollen eine Kapazität von mindestens 15 Teilnehmerplätzen haben. Während der gesamten Projektlaufzeit soll die Zahl der besetzten Teilnehmerplätze nicht unterschritten werden.
Für Teilnehmer, die aus dem Projekt ausscheiden, sollen andere Personen, welche die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, in das Projekt aufgenommen werden, so dass die Teilnehmerplätze durchgehend besetzt sind. Wichtig innerhalb der Projektlaufzeit ist eine Rotation der Praktikumsbetriebe, um die Tätigkeiten zu erweitern und um neue Arbeitgeber zu gewinnen.

Welche Rahmenbedingungen gelten für den Wettbewerb:
Dem Landkreis Jerichower Land steht für den Projektzeitraum von 24 Monaten ein Fördervolumen von 800.000 EUR zur Verfügung.

Dieses Budget wird als Gesamtposition für zwei Projekte, mit einer Kapazität von mindesten 15 Teilnehmerplätzen, bereitgestellt. Zielgruppe des Projektes sollen Langzeitarbeitslose Personen sein, die am 01.01.2020 mind. 25 Jahren alt sind. Die geförderten Personen müssen ihren Wohnsitz im Landkreis Jerichower Land haben. Des Weiteren soll sich auch der Wirkungskreis des Projektes auf diesen beziehen.

Wer kann sich am Wettbewerb beteiligen?
Zur Teilnahme am Wettbewerb sind juristische Personen des privaten Rechts mit entsprechender Eignung und Erfahrung berechtigt.

Der Antragssteller muss durch fachliche Qualität und Zuverlässigkeit sowie unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit die Eignung für eine sachgerechte und erfolgreiche Projektdurchführung besitzen.

Wie wird gefördert?
Die Finanzierung erfolgt als Fehlbedarfsfinanzierung und kann bis zu 100% der Kosten decken. Der Förderzeitraum beträgt 24 Monate.

Hinweise zum Verfahren
Die zu fördernden Projekte werden im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens ausgewählt.
Für die Teilnahme am Wettbewerb ist ein tragfähiges Konzept zur Umsetzung der Ziele des Wettbewerbs zu entwickeln.

Der Wettbewerb bildet die Vorstufe zum Antragsverfahren. Bei positiver Entscheidung durch den Regionalen Arbeitskreis (RAK) zu einem Projekt erfolgt die Aufforderung zur Antragsabgabe bei der bewilligenden Stelle.

Der Projektvorschlag ist in doppelter Ausfertigung in einem verschlossenen Briefumschlag mit Hinweis auf den Wettbewerb "Aktive Eingliederung" sowie zusätzlich in digitaler Form an arbeitsmarktförderung@lkjl.de einzureichen.

Stichtagrelevant ist der postalische Eingang bei der Geschäftsstelle RAK. Später eingehende Projektvorschläge bzw. Nachreichungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Bewertung der Projektvorschläge erfolgt nach einem einheitlichen Bewertungsschema. Die Formblätter sind zur Einsicht untenstehend aufgeführt.

Alle Projektvorschläge sind bis zum 14. Juni 2019 um 12:00 Uhr beim Landkreis Jerichower Land, SG Zielgruppen-und Beschäftigungsförderung, Frau Kristin Förster - Regionale Koordinatorin, Dienstzimmer 3.15, Bahnhofstraße 9, 39288 Burg einzureichen.

Ansprechpartner
Für Fragen und allgemeine Informationen zum Wettbewerb steht Ihnen Frau Kristin Förster, Regionale Koordinatorin, telefonisch unter 03921 949-1017 oder per E-Mail unter arbeitsmarktfoerderung@lkjl.de zur Verfügung.

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