Grundsteinlegung Bismarck-Gymnasium Haus II

In der letzten Woche fand im kleinen Rahmen die Grundsteinlegung für das neue Haus II des Bismarck Gymnasiums in Genthin statt. Zusammen mit Schulleiter Dr. Volker Schütte ließ Landrat Dr. Steffen Burchhardt eine Zeitkapsel in das Fundament der Bodenplatte ein. Diese symbolische Nachricht an die nachfolgenden Generationen enthielt neben Zeichnungen und Bauplänen auch Anträge vom Schul-Förderverein sowie Grüße der Schüler samt Klassenfoto. Seit Anfang März wurden die Fundamente für das neue Haus II verfüllt, im Anschluss die Bodenplatte hergestellt und die Grundleitungen sowie die Medienanschlüsse für den Ersatzneubau gelegt. Im nächsten Schritt werden jetzt die Wände im Erdgeschoss aus Mauerwerk und Beton-Halbfertigteilen errichtet. Bis zum Ende des Jahres soll das Gebäude mittels Einbau der Fensterelemente und Anbringung des Wärmedämmverbundsystems außenseitig soweit fertig gestellt sein, dass der Innenausbau mit Elektro- und HLS-Installationen, Trockenbau und  Innentüren ab Oktober 2021 starten kann.

Außerdem wird ein Verbinder zwischen dem neuen Haus II und Haus III des Gymnasiums gebaut. Durch die Verknüpfung der Gebäude, ermöglicht der integrierte Aufzug im Neubau den barrierefreien Zugang in die Obergeschosse von Haus III nebst Aula, während das schulhofseitige Treppenhaus des Bestandsgebäudes als baulicher Rettungsweg für den Ersatzneubau fungiert. „Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie die SchülerInnen das neue Gebäude erobern. Es war ein langer Weg bis hierher und auch während der Bauzeit müssen alle mit Einschränkungen leben. Gerade mit Blick auf die zusätzlichen Herausforderungen durch die Pandemie, ist das Zusammenwirken aller Beteiligten wirklich beispielhaft“, lobt Landrat Dr. Burchhardt und ergänzt: „Die Belohnung wird eine wirklich deutliche Verbesserung sein, gerade in Bezug auf die Essensversorgung, die in einer modernen Mensa mit Außenbereich eine ganz neue Wohlfühlatmosphäre schafft.“

Mit dem Neubau entstehen auf drei Etagen acht allgemeine Unterrichtsräume, sechs Fachunterrichtsräume sowie eine Mensa mit angeschlossener Verteilerküche. Für das Lehrpersonal sind neben einem Lehrerzimmer, zwei Teamstationen, vier Vorbereitungsräume sowie Räumlichkeiten für die Schulleitung und -koordination vorgesehen. Ergänzt wird die Planung durch Lager- und Sanitärräume. Bis der Neubau bezugsfertig ist, findet der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler zum Teil im Kreishaus sowie im bisher durch die Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule genutzten Gebäude „Klein MuBi“ statt. Hierzu wurde der Plenarsaal sowie Fraktionsräume des Kreishauses für den Unterricht der Klassenstufe 11 hergerichtet und das ehemalige Restaurant im Erdgeschoss zur Mensa umfunktioniert. Im Gebäude „Klein MuBi“ findet vorrangig der Unterricht für die 5. Klassenstufe statt.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 6.000.000 Euro. Davon werden 2.700.000 Euro durch eine Förderung gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen gedeckt. Die Restsumme in Höhe von 3.300.000 Euro wird aus Eigenmitteln des Landkreises finanziert.