Landkreis plant zusätzliche Impfangebote und erweitert Testpflicht in Pflegeeinrichtungen

Ab der nächsten Woche sollen wieder zusätzliche Impfangebote im Landkreis zur Verfügung stehen. Geplant sind ein fester Standort in Burg und einer in Genthin sowie mobile Einsätze in den Gemeinden Möser, Biederitz, Elbe-Parey, Jerichow, Möckern und Gommern. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Deutschen Roten Kreuz soll in den nächsten Tagen alles Notwendige auf den Weg gebracht werden. Termine können dann über die Online-Terminvergabe auf der Internetseite des Landkreises oder telefonisch gebucht werden.

„Wir planen aktuell von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 Uhr bis 19 Uhr sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Booster-Impfungen anzubieten. So können wir zum einen die Hausärzte im Landkreis ein stückweit entlasten und zum anderen die steigende Nachfrage schneller bedienen. Natürlich hoffen wir auch, dass wir mit diesem niedrigschwelligen Angeboten die Impfquote im Landkreis steigern“, erklärt Beigeordneter Thomas Barz.

Des Weiteren verschärft der Landkreis ab heute die Testpflicht in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Neben täglichen Tests für Mitarbeiter und Besucher ohne Impfschutz ist der Zutritt dann auch für vollständig geimpftes Personal und Dritte nur noch möglich, wenn diese einen negativen PCR- oder PoC-Antigen-Test, der nicht älter als 48 h ist, vorweisen können. Die erforderlichen Testungen müssen von den Einrichtungen organisiert werden. „Ältere Menschen sind auch mit Impfung besonders gefährdet und der intensive Kontakt bei der Pflege birgt ein hohes Ansteckungsrisiko. Angesichts der zuletzt vermehrt festgestellten Impfdurchbrüche, reicht der Impfstatus allein nicht als Indikator aus, um das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen einzudämmen“, erklärt Landrat Dr. Steffen Burchhardt die Hintergründe für die Maßnahme.

Insgesamt ist ein besorgniserregender Anstieg der Covid-19 Hospitalisierungen zu erkennen. Die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen im Landkreis liegt derzeit bei 12 Patienten pro 100.000 Einwohner. Der Anteil der Corona-Patienten in den Intensivbetten ist bereits bei 18,18 % angelangt. In den letzten sieben Tagen sind im Jerichower Land 249 Neuinfektionen registriert wurden, die Inzidenz liegt derzeit bei 278,5 und erreicht damit den sechsten Tag in Folge einen neuen Höchstwert.

Die Beratungshotline des Gesundheitsamtes ist unter der Rufnummer: 03921/949-5353 geschaltet. Diese ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 – 16 Uhr und freitags von 8 – 12 Uhr verfügbar. Außerhalb der Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst für Fragen unter der kostenfreien Telefonnummer 116117 (innerhalb Deutschlands ohne Vorwahl) zur Verfügung.