Aktuelle Informationen zum Corona-Virus (Stand: 10.12.2020 / 16:30 Uhr)

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen im Jerichower Land lag innerhalb der letzten sieben Tage bei 109 Fällen. Die Inzidenz liegt derzeit bei 125,02 mit steigender Tendenz. Insgesamt gibt es 830 Fälle im Landkreis (Stand: 9. Dezember 2020 / 15:30 Uhr). Es befinden sich 703 Personen in häuslicher Quarantäne, stationär müssen neun Personen behandelt werden, davon drei intensivmedizinisch. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie 22 Personen verstorben. Die Hälfte der Sterbefälle sind in den letzten zwei Wochen hinzugekommen.

Am Anfang der Woche gab es zwei positive Fälle in einer Grundschule in Genthin. Hier wurden eine Lehrerin und ein Schüler positiv getestet und dann im Rahmen der Kontaktpersonen-Nachverfolgung einige Klassen unter häusliche Quarantäne gestellt. Für alle übrigen Schüler wurde der Unterricht im Regelbetrieb fortgesetzt. Auch in einer Kita in Hohenwarthe wurde bei einer Erzieherin und einem Kind der Virus nachgewiesen sowie in einer Kindertageseinrichtung in Lübars bei einer Erzieherin. Ein großes Ausbruchsgeschehen gab es auch in einem Pflegeheim in Genthin mit insgesamt 29 Infizierten. Nachdem sieben Bewohner der Einrichtung und eine Person vom Pflegepersonal positiv getestet wurden, führte das Gesundheitsamt bei allen Bewohnern und dem gesamten Personal Testungen durch und untersagte den Zutritt für Besucher.

Die Planungen zum Impfzentrum laufen unter Hochdruck. Nach engen Abstimmungen mit allen Beteiligten wird das erste Impfzentrum in Burg eingerichtet. Als möglicher Standort wird gerade die Stadthalle im Zentrum der Kreisstadt geprüft. Hier soll ab Januar zum einen stationär geimpft und zum anderen die Logistik für die mobilen Impfteams organisiert werden. In der Startphase sollen die mobilen Teams die Risikogruppen und das Pflegepersonal direkt in den jeweiligen Einrichtungen impfen. Im Landkreis betrifft dies ca. 1.500 Personen, welche in Pflegeheimen betreut werden und ca. 500 Personen, die in diesem Bereich arbeiten.

Während die benötigten Ärzte über die Kassenärztliche Vereinigung gestellt werden, organisiert der Landkreis neben der Infrastruktur das notwendige administrative Personal für das Impfzentrum. Die Hard- und Softwareausstattung wird vom Land Sachsen-Anhalt gestellt: "Die genaue Umsetzung beraten wir auch mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Bundeswehr. Sobald wir genau wissen, wie viele Impfdosen dem Landkreis zur Verfügung stehen, präzisieren wir die entsprechenden Zeit- und Personaleinsatzpläne sowie die Auslastungsquoten. Bis dahin treffen wir alle notwendigen Vorbereitungen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten", erläutert Landrat Dr. Steffen Burchhardt den aktuellen Stand.

Die Beratungshotline des Gesundheitsamtes ist unter der Rufnummer: 03921/949-5353 geschaltet. Diese ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 - 16 Uhr und freitags von 8 - 12 Uhr verfügbar. Außerhalb der Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst für Fragen unter der kostenfreien Telefonnummer 116117 (innerhalb Deutschlands ohne Vorwahl) zur Verfügung.

Erstellt am: 10.12.2020

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