Bedarfsanalyse zu länderübergreifendem ÖPNV-Tarif zwischen Genthin und Brandenburg gestartet

Mit dem Wunsch nach einem länderübergreifenden Tarif für den öffentlichen Personennahverkehr zwischen Genthin/Burg und Brandenburg/Potsdam/Berlin wendete sich Landrat Dr. Steffen Burchhardt erneut an den Verkehrsverbund marego. Auf Anregung der NJL-Aufsichtsratsmitglieder Lutz Nitz und Gerd Mangelsdorf wurde der Bedarf nach einer Verbindung zu einem angemessenen Preis abermals thematisiert. Seit Jahrzehnten gibt es Bemühungen die tariflichen Bedingungen für die vielen Pendler optimaler zu gestalten. "Es ist wirklich kompliziert eine Regelung zu finden, aber die beteiligten Parteien beider Bundesländer sind in der Sache bemüht und suchen nach einer Lösung. Die Brandenburger stehen einer gebietsübergreifenden Verbindung mit einem Fahrschein bislang noch zurückhaltend gegenüber, da die Einführung eines günstigeren Tarifes mit enormen wirtschaftlichen Risiken verbunden ist", lautet das Fazit von Landrat Dr. Steffen Burchhardt nach den kürzlich geführten Gesprächen.

Inzwischen gab es einen konstruktiven Austausch zwischen dem neuen Geschäftsführer der Magdeburger Regionalverkehrsverbund GmbH - marego, Herrn Jost Beckmann und Vertretern aus Brandenburg, in dem die Ernsthaftigkeit des Anliegens noch einmal dargelegt wurde. Im Ergebnis einigte man sich darauf, dass eine bessere Bedarfsabschätzung aus beiden Gebieten notwendig ist. Die bereits vor einigen Jahren durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Genthin, Thomas Barz gestartete Umfrage reiche dabei nicht aus. Thomas Barz hatte ebenfalls umfangreiche Anstrengungen unternommen und immer wieder betont, dass ein solcher Tarif ein wichtiger Impuls für beide Regionen sein würde.

Da ein gemeinsamer Tarif nur Sinn macht, wenn genügend Nachfrage nach einer Verbindung zwischen Brandenburg und Genthin existiert, soll nun bis Herbst diesen Jahres eine umfangreiche Potenzialanalyse durch alle Partner erstellt und ausgewertet werden. Dabei geht es unter anderem um Zahlen aus der Pendlerstatistik der Agentur für Arbeit und Auswertungen der Reisebefragungen in den Zügen der Deutschen Bahn. Unter der Voraussetzung, dass eine tragfähige Lösung möglich ist, könnte sich eine Pilotphase im kommenden Jahr anschließen. "Auch wenn es kein leichter und sicherlich steiniger Weg ist, lohnt es sich immer, sich für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs einzusetzen. Marego setzt sich wirklich für die Interessen der Bürger in unserer Region ein - jetzt müssen wir das Ergebnis der Potenzialanalyse abwarten", erklärt Landrat Dr. Burchhardt.

Erstellt am: 30.04.2019

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