Brigitte Reimann Haus muss abgerissen werden

Landkreis übernimmt Ersatzvornahme


Das Geburtshaus von Brigitte Reimann in der Bahnhofstraße 5 ist akut einsturzgefährdet und muss in den nächsten Tagen abgerissen werden, dies bestätigt ein aktuelles baustatisches Gutachten. Im Zuge der notwendigen Abbrucharbeiten des angrenzenden Nachbargebäudes Bahnhofstraße 6 wurde festgestellt, dass eine Sicherung des Objektes Bahnhofstraße 5 aufgrund des schlechten Gebäudezustandes nicht mehr möglich ist.

Landrat Dr. Burchhardt traf sich am Dienstag zu einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kulturstammtisches Burg, der Brigitte Reimann Gesellschaft und dem Bürgermeister der Stadt Burg, um über die aktuelle Situation zu informieren: "Wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, aber der Zustand des Hauses lässt uns leider keine andere Wahl. Der Verfall ist in den letzten Wochen rapide vorangeschritten", erklärt Landrat Dr. Burchhardt. Der Landkreis ist für die Gefahrenabwehr zuständig und muss bei akuter Einsturzgefahr zum Schutz der Passanten handeln. Da die Eigentumsverhältnisse des Hauses nicht geklärt sind, wird der Landkreis die notwendigen Abrisskosten tragen.

Wie eine zukünftige Gedenkstätte des kulturhistorischen Erbes von Brigitte Reimann in Burg aussehen kann, war ebenfalls Thema der heutigen Beratung. "Im ersten Schritt wird sich der Kreis um eine schnelle Klärung der Eigentumsverhältnisse des herrenlosen Grundstückes bemühen, nur so hat die Stadt Burg auch die Möglichkeit neue Konzepte umzusetzen", führt Landrat Burchhardt aus. Auch erste kreative Ideen wurden bereits ausgetauscht und mögliche Förderungen diskutiert. Anfang April sollen die Gespräche in gleicher Runde intensiviert werden.

Erstellt am: 22.03.2017

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