DRK-Regionalverband erhält erneut Rettungsdienst-Konzession

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird auch zukünftig die Rettungsdienstaufgaben im Jerichower Land wahrnehmen. In einem Auswahlverfahren setzte sich der DRK-Regionalverband gegen die Mitbewerber durch und erhielt den Zuschlag für die von Januar 2023 bis Ende 2031 laufende Konzession. Landrat Dr. Steffen Burchhardt übergab DRK-Vorstand Frank-Michael Ruth die Dienstleistungsvereinbarung zu Beginn der letzten Woche: "Ich freue mich sehr auf die Fortführung der Arbeit. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir mit dem DRK einen verlässlichen Partner an unserer Seite wissen. Es wurde viel in die Infrastruktur und das Personal investiert, um die bestmögliche Notfall-Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Dieses Fundament können wir nun weiter nutzen und ausbauen", so Landrat Dr. Steffen Burchhardt. Als Träger des Rettungsdienstes erteilt der Landkreis die Genehmigung zur Durchführung der rettungsdienstlichen Aufgaben für einen Zeitraum von neun Jahren. Die derzeitige Konzession läuft noch bis Dezember 2022, seit 1990 leistet das Deutsche Rote Kreuz den Rettungsdienst für den gesamten Landkreis.

Der DRK-Regionalverband rekrutierte in den letzten Jahren über 40 neue Mitarbeiter, stockte den Fahrzeugbestand weiter auf und errichtete drei zusätzliche Rettungswachen in Möser, Genthin und Drewitz. Bestehende Standorte wie Burg wurden optimiert und andere verlagert, um eine noch größere Nähe zu strategischen Knotenpunkten zu erreichen. In Gommern investierte das DRK 2019 ca. 730.000 € in einen modernen Neubau, der ausgestattet mit Übungsräumen für die Ausbildung von Notfallsanitätern auch als Lehrrettungswache fungiert. "Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis ist ein wichtiges Signal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes und schafft für uns die notwendige Planungssicherheit", freut sich DRK-Vorstand, Frank-Michael Ruth.

Die bisher umgesetzten Maßnahmen zeigen auch bei der Einhaltung der gesetzlich normierten Hilfsfristen Wirkung. So schafften es die Rettungsfahrzeuge im Landkreis 2019 bei 86,24 % aller Notfälle innerhalb von 12 Minuten vor Ort zu sein. "Die Realisierung dieser Frist ist gerade in einem Flächenlandkreis wie dem Jerichower Land eine Herausforderung. Große Entfernungen zwischen den einzelnen Ortschaften und eine teilweise sehr geringe Bevölkerungsdichte in manchen Gebieten gilt es zu kompensieren. Hier zählt jede Sekunde und darum ist ein eingespieltes und professionelles Zusammenwirken zwischen den Rettungskräften und der Leitstelle so enorm wichtig. Oberstes Ziel ist es, bei jedem Notfall rechtzeitig da zu sein", erklärt Landrat Burchhardt.

Im Jahr 2013 wurde eine Begutachtung des Rettungswesens beauftragt, um Verbesserungspotentiale des Hilfeleistungsniveaus aufzuzeigen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Durchführung des bodengebundenen Rettungsdienstes zu ermöglichen. Die Ergebnisse des Gutachtens und die daraus resultierenden Maßnahmen wurden zwischen 2014 - 2019 umgesetzt.

Erstellt am: 16.11.2020

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