Frauen - Aktionstag "Das Rock(T) JA!" im Kreishaus Genthin

 

Das Jobcenter Jerichower Land führt gemeinsam mit dem Mädchen- und Frauenkommunikationszentrum "Tea-TREFF" der Jugendwerk Rolandmühle gGmbH und anderen Partner*innen in diesem Jahr einen Netzwerktag für Frauen in der Region durch. Unter dem Motto "Das Rockt(T) JA! haben die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenter und der Arbeitsagentur als auch die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und des Jobcenters Jerichower Land die Organisation übernommen.

Der Aktionstag findet am 14. März 2017 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Kreishaus Genthin, Brandenburger Straße 100 statt und steht ganz im Zeichen der spezifischen Informationsbedürfnisse von Frauen zum Thema Arbeitsmarkt. "Ziel ist es, den Frauen in unserem Landkreis die Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen zur Verfügung stehen. Egal ob es sich um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf handelt oder um den Wiedereinstieg nach langer Krankheit - im Jerichower Land gibt es viele kompetente Partner und Institutionen die mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch für schwierige Situationen Lösungen finden", erklärt Landrat Dr. Steffen Burchhardt die Idee hinter dem Netzwerktag. Die Besucher erwartet neben den Informationsständen auch eine Wanderausstellung zum Thema "Minijob? Da geht noch mehr!" und auch an die kleinen Besucher wurde mit einer Bastelstrecke gedacht.

Der Wanderausstellung zu Grunde liegt unter anderem, dass Männer häufiger Führungspositionen einnehmen und Frauen öfter im Niedriglohnbereich oder in Teilzeit arbeiten bzw. ihre Berufstätigkeit aus familiären Gründen (Kindererziehung und Pflege von Angehörigen) unterbrechen. In Deutschland arbeiten rund 7,4 Millionen Menschen in einem Minijob - zwei Drittel davon sind Frauen. Sie verdienen maximal 450 Euro im Monat, sind häufig nicht eigenständig krankenversichert und haben weder Anspruch auf Arbeitslosengeld noch Rente. Zur dann oft fehlenden Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter kommt hinzu, dass viele Minijobbende aus Unkenntnis Nachteile in ihrem Arbeitsverhältnis in Kauf nehmen. Häufig wissen Arbeitgeber und Beschäftigte nicht, dass Minijobbende den gleichen Anspruch haben auf z. B. den Mindestlohn, bezahlten Urlaub oder auch auf Entgeltfortzahlung wie andere Beschäftigte auch. "Gleichzeitig sorgen der demografische Wandel, die anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage und der spürbare Fachkräftebedarf der Unternehmen aktuell für beste Voraussetzungen, um aus einem Minijob mehr zu machen: Eine Ausweitung des Arbeitsumfanges, d. h. mehr Stunden und damit mehr Geld im Portemonnaie würde ich mir für die Minijobbranche wünschen", so Marco Gravert.

Der 14. März wurde für diesen Aktionstag nicht ohne Grund gewählt. Er liegt zwischen dem Frauentag und dem am 18. März stattfindenden Equal Pay Day. Er macht darauf aufmerksam, dass Männer für gleiche Arbeit noch immer 21% mehr verdienen als Frauen. Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), also bis zum 18. März umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Erstellt am: 08.03.2017

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