Internet jetzt in Breitbandqualität buchbar

Mit einem beherzten Druck auf einen symbolischen Buzzer schaltete Landrat Dr. Steffen Burchhardt zu Beginn der letzten Woche, das erste hochmoderne Netzsegment im Rahmen des geförderten Breitbandausbaues frei. Ab sofort können die Bürgerinnen und Bürger in Tryppehna, Stegelitz, Kalitz, Klepps, Loburg, Hobeck, Leitzkau, Brietzke, Hohenlochau und Göbel via Glasfaser durchs Internet surfen. Das Netz der MDDSL GmbH stellt Bandbreiten von 50.000 bis 100.000 kbit/s zur Verfügung. "Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist in vielen Lebensbereichen elementar und der flächendeckende Ausbau die Grundvoraussetzung für eine zukunftsorientierte Standortförderung im Landkreis", bekräftigt Landrat Burchhardt die hohe Priorität des Breitband-Projektes.

Mit dem neuen Netzsegment können 1.415 Adressen versorgt werden. Knapp 27,45 km neue Glasfasertrassen wurden im Tiefbau verlegt und 17 aktive/passive Technikschränke aufgebaut, um den Anschluss zur Telekom sowie zum Stromnetz herzustellen. "Wir haben ein eigenes Netz zu den Kabelverzweigern der Telekom gebaut. Die bestehende Telefonleitung zum Haus beziehungsweise zur Wohnung wird gemietet, damit keine neuen Leitungen verlegt werden müssen. Das Datensignal wird über die vorhandene Telefonleitung eingespeist", erklärt MDDSL-Geschäftsführer, Lars Riedel und ergänzt: "Wir sind online und arbeiten jetzt in Kürze die ersten Vorbestellungen ab. Es gibt verschiedene Tarifmodelle ab 25,95 Euro monatlich". An der Versorgung der anderen Ortschaften im Jerichower Land wird ebenfalls akribisch gearbeitet, bis zum Sommer sollen viele weitere Freigaben folgen.

Das Jerichower Land startete als einer der ersten Landkreise in Sachsen-Anhalt den Komplettausbau eines Kreisgebietes. Während die Telekom den geförderten Ausbau in Jerichow, Genthin und Möser übernommen hat, wird dieser in Biederitz, Gommern, Möckern und Elbe-Parey von der MDDSL- Mitteldeutsche Gesellschaft für Kommunikation mbh umgesetzt. Parallel zur geförderten Maßnahme erfolgt der Eigenausbau durch die beiden Netzbetreiber entsprechend der in 2015 durchgeführten Marktkonsultation. Ziel ist es eine Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit für jeden Privathaushalt und eine symmetrische Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s Up- und Downloadrate für jedes Unternehmen in den Gewerbegebieten zu gewährleisten.

Insgesamt investiert der Landkreis rund 10,25 Millionen Euro, um in allen unterversorgten Regionen im Kreisgebiet eine schnelle Internetverbindung zu ermöglichen. Ausgenommen ist die Stadt Burg, die ein separates Förderverfahren durchgeführt hat. Mit einer Landesförderung in Höhe von 6,44 Millionen Euro, sowie 3,81 Millionen Euro Bundesmitteln, muss der Kreis keinen finanziellen Eigenanteil für den Ausbau leisten.

Erstellt am: 28.05.2019

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