Jerichower Land schließt geförderten Breitbandausbau als erster Landkreis in Sachsen-Anhalt erfolgreich ab

Das Jerichower Land startete 2017 als einer der ersten Landkreise in Sachsen-Anhalt den Komplettausbau eines Kreisgebietes und hat diesen jetzt auch als erster erfolgreich abgeschlossen. "Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Ausbauziel erreicht haben. Für einen Großteil der Bevölkerung ist eine spürbare Verbesserung eingetreten. Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist mittlerweile in vielen Lebensbereichen elementar, Tendenz steigend auch ohne die zusätzlichen Herausforderungen durch die aktuelle Corona-Pandemie", resümiert Landrat Dr. Burchhardt bei der Abschlusspräsentation mit dem Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums Thomas Wünsch.

Die Bewilligung der Bundesmittel in 2016 bildete die Grundlage für eine hundertprozentige Förderung des flächendeckenden Breitbandausbaus im Jerichower Land. Vier Jahre später ist die Breitbandverfügbarkeit im Landkreis auf über 90 % gestiegen und damit deutlich besser als der Landesdurchschnitt. Das schnelle Internet mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s können nun fast alle Privathaushalte bei einem der Anbieter buchen. Gleichzeitig erfolgte der Glasfaserausbau aller Industrie- und Gewerbegebiete. Damit steht den über 1.700 Unternehmen eine unbegrenzte Bandbreite für Up- und Download zur Verfügung.

Nach der Sicherung der Gesamtfinanzierung und einem aufwendigen Ausschreibungsverfahren konnten im September 2017 die Ausbauverträge für die praktische Umsetzung unterzeichnet werden. Während die Telekom den geförderten Ausbau in Jerichow, Genthin und Möser übernahm, wurde dieser in Biederitz, Gommern, Möckern und Elbe-Parey von der MDDSL-Mitteldeutsche Gesellschaft für Kommunikation mbh umgesetzt. Parallel zur geförderten Maßnahme erfolgte der Eigenausbau durch die beiden Netzbetreiber entsprechend der in 2015 durchgeführten Marktkonsultation. Über 200 Kilometer neue Glasfasertrassen wurden im Tiefbau verlegt und eine große Anzahl zusätzlicher Verteilerkästen aufgebaut. Nach und nach konnte das hochmoderne Netz in immer mehr Ortschaften freigeschalten werden. "Ich möchte mich ganz herzlich bei den beteiligten Vertragspartnern, dem Beratungsunternehmen I2KT und dem Wirtschaftsministerium bedanken. Die Zusammenarbeit war während der gesamten Umsetzung immer sehr konstruktiv, auch unter teilweise schwierigen Rahmenbedingungen", so Landrat Dr. Steffen Burchhardt.

Insgesamt wurden rund 10,25 Millionen Euro investiert. Mit einer Landesförderung in Höhe von 6,44 Millionen Euro sowie 3,81 Millionen Euro Bundesmittel musste der Kreis keinen finanziellen Eigenanteil für den Ausbau leisten. "Wir wollen uns auf dem jetzigen Stand aber keinesfalls ausruhen und beabsichtigen sobald die neue Bundesrichtlinie da ist, ein weiteres Förderverfahren zu starten. Dann geht es um den Ausbau eines flächendeckenden gigabitfähigen Glasfasernetzes - die Voraussetzung für eine ultraschnelle Internetanbindung, welche bis 2025 angestrebt wird. In dem Zuge wollen wir auch die wenigen Bereiche, wie Seedorf, Genthin Wald und Gebiete nördlich der Elbe in Hohenwarthe, die aktuell noch unterversorgt sind mit upgraden", erklärt Landrat Burchhardt, der den Breitbandausbau von Beginn an persönlich betreut.

Erstellt am: 04.02.2021

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