Kreisverwaltung setzt auf eigenen Nachwuchs

Am 3. August 2020 startete für sechs junge Frauen und Männer die Ausbildung in der Kreisverwaltung. Sie setzten sich damit gegen 70 Mitbewerber durch und absolvieren nun eine dreijährige Ausbildung zum bzw. zur Verwaltungsfachangestellten. Landrat Dr. Steffen Burchhardt begrüßte die neuen Kollegen*innen im Rahmen der Einführungsveranstaltung: "Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit. Sie alle haben ihre Leistungen in einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter Beweis gestellt und uns im Vorstellungsgespräch von ihrer charakterlichen Eignung überzeugt. Wir bauen bei unserer Personalpolitik ganz bewusst auf eigenen Nachwuchs. Wer erfolgreich abschließt, hat auch sehr gute Chancen übernommen zu werden".

Die Ausbildung startet mit einem Rundgang. Gemeinsam mit Silke Kiehlhöfer, die als Ausbildungsbetreuerin den Azubis während der gesamten Lehrzeit mit Rat und Tat zur Seite steht, lernen die Neuankömmlinge die unterschiedlichen Fachbereiche der Kreisverwaltung in Burg und Genthin kennen. "Bis zum Abschluss wird jeder etwa sechs bis acht Verwaltungsstationen durchlaufen. Das Spektrum reicht vom Hauptamt über das Rechtsamt bis hin zum Sozial- und Jugendamt. Aber auch die Fachbereiche Ordnung und Umwelt sowie der Fachbereich Finanzen gehören zu den Ausbildungsstationen", so Kiehlhöfer.

Der theoretische Unterricht findet in den Berufsbildenden Schulen Conrad Tack in Burg statt. Mit viel Engagement setzte sich Landrat Dr. Burchhardt dafür ein, dass die schulische Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten wieder von Haldensleben in die Kreisstadt Burg zurückgeholt werden konnte. "Es ist uns wichtig, auch die Rahmenbedingungen bestmöglich zu gestalten. Wenn eine Verwaltungsausbildung im Jerichower Land bedeutet, dass man in den Bördekreis zur Berufsschule fahren muss, ist das mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden und nicht besonders attraktiv. Wir wollen aber als Arbeitgeber und als Schulträger bestmögliche berufliche Perspektiven für die junge Generation bieten. Nur so lässt sich der Fachkräftemangel langfristig reduzieren und eine Abwanderung aus der ländlichen Region verhindern", erklärt Burchhardt.

Erstellt am: 06.08.2020

Zurück