Regionales Übergangsmanagement im Jerichower Land

Projektstart für Mai 2017 geplant

Gestern unterzeichneten Dr. Steffen Burchhardt (Landrat), Matthias Kaschte (Agentur für Arbeit Magdeburg, Vorsitzender der Geschäftsführung), Marco Gravert (Jobcenter Jerichower Land, Geschäftsführer) und Jürgen Krampe (Landesschulamt Sachsen-Anhalt, stellvertretender Direktor) die Kooperationsvereinbarung zu dem vom Landkreis Jerichower Land beantragten Förderprogramm "Regionales Übergangsmanagement im Jerichower Land".

Mit Hilfe des Landesprogrammes RÜMSA sollen Arbeitsbündnisse auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte dabei unterstützt werden, die Übergänge von der Schule über die berufliche Ausbildung in den Beruf dauerhaft so zu gestalten, dass Jugendliche nach der Schule ohne Umwege und Brüche eine berufliche Ausbildung beginnen und diese erfolgreich abschließen. Erste Ansätze hierzu wurden im Landkreis Jerichower Land bereits 2014 durch die Verabschiedung einer gemeinsamen Absichtserklärung zum Arbeitsbündnis Jugend und Beruf geschaffen. Mit dem Landesprogramm werden nun die erforderlichen finanziellen Mittel für die Umsetzung zur Verfügung gestellt.

Ziel ist es ab 2021 allen Jugendlichen im Landkreis Informationen, Beratungen und Unterstützungsleistungen für den Übergang von der Schule in den Beruf aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen Monaten erarbeiteten die Kooperationspartner bereits gemeinsam mit der Landesnetzwerkstelle RÜMSA und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration das Umsetzungskonzept sowie operative Ziele für die nächsten zwei Jahre. Der Projektstart ist für den 1. Mai 2017 geplant. Aktuell sind zwei Stellen für die Besetzung der Koordinierungsstelle RÜMSA im Landkreis ausgeschrieben.

Trotz guter Chancen auf dem Ausbildungsmarkt im Jerichower Land gelingt nicht allen Schulabgängern der erfolgreiche Übergang in die Berufsausbildung. Zahlreiche Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt, weil Betriebe keine geeigneten Bewerber finden. Im Landkreis werden in 33 Prozent der Fälle Verträge vor Abschluss der Berufsausbildung aufgelöst. Unklare Berufsvorstellungen bei den Jugendlichen sowie wenig Transparenz und Abstimmung zwischen den zahlreichen Bundes- und Länderprogrammen führten bisher zu nur mäßigen Verbesserungen - hier setzt das geplante Regionale Übergangsmanagement im Jerichower Land an.

Neben der Entwicklung eines Konzeptes für rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit sollen existierende Berufsorientierungsangebote aufbereitet und eine Online-Praktikumsbörse sowie andere zielgruppenspezifische Kommunikationsinstrumente aufgebaut werden. Weiterhin bietet RÜMSA die Möglichkeit, Bedarfslücken im Landkreis durch zusätzliche Angebote zu schließen. So sind Projekte geplant, die jungen Menschen im Landkreis die Attraktivität des regionalen Ausbildungsmarkts vermitteln und gezielte Berufsorientierung für ausländische Schüler/innen umsetzen.

Finanziert wird das Programm anteilig aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Sachsen-Anhalt und des Landkreises Jerichower Land.

Erstellt am: 31.03.2017

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