Schuleingangsuntersuchungen im Gesundheitsamt

Noch bis Ende Oktober laufen die Schuleingangsuntersuchungen für insgesamt 750 Mädchen und Jungen im Landkreis. Das Gesundheitsamt musste diese zu Beginn des Jahres coronabedingt verschieben. "Trotz des zeitlichen Verzuges können wir eine gewohnt ausführliche und gründliche Untersuchung für jedes einzelne Kind gewährleisten", erklärt Dr. Silke Koerth-Bauer, die verantwortliche Ärztin. Allerdings musste der Ablauf der Untersuchung im Zuge der Corona-Pandemie angepasst werden. So trägt das medizinische Personal während der gesamten Zeit einen Mund-Nasen-Schutz und desinfiziert die Hände der Kinder vor der Untersuchung. Zudem wird die sonst obligatorische Rachenuntersuchung aktuell nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt.

Bei der Kontrolle der Zahnstellung war Kreativität gefragt. "Normalerweise zeige ich den Vorschulkindern mit meinem eigenen Mund, wie sie ihren öffnen sollen. Mit der Mundbedeckung ist das natürlich nicht möglich. Darum habe ich ein Beispielfoto gemacht und als Karte ausgedruckt. So kann ich den kleinen Patienten trotz Maske zeigen, was ich von ihnen möchte", erklärt Koerth-Bauer. Grundsätzlich gilt, wenn bei Kindern eine Atemwegsinfektion vorliegt, wird der Termin verschoben.

Die Schuleingangsuntersuchung findet ein Jahr vor Schulbeginn im Alter von etwa fünf Jahren statt. Neben der Prüfung des Impfstatus wird auch der allgemeine Gesundheitszustand erfasst. Im Fokus stehen dabei die Entwicklungen hinsichtlich der Sprache, des Sehens, des Hörens und der Koordination. Nach Abschluss der amtsärztlichen Untersuchung wird eine Empfehlung über die Einschulung des Kindes ausgesprochen. Sollten schul- bzw. gesundheitsrelevante Beeinträchtigungen in der Entwicklung festgestellt werden, können im Jahr bis zur Einschulung noch entsprechende Untersuchungen und Förderungen veranlasst und begonnen werden.

Erstellt am: 23.07.2020

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