Standortoptimierung im Rettungswesen zeigt Wirkung

Landrat zieht positives Fazit nach Aktualisierung des Rettungsdienstbereichsplans

In den letzten Wochen verschaffte sich Landrat Dr. Burchhardt einen umfassenden Überblick zur aktuellen Situation im Rettungsdienst und begleitete unter anderem die Mitarbeiter der Rettungswache Möser einen Tag lang bei der Arbeit: "Ich bin beeindruckt. Die Einsätze werden trotz 24-Stunden-Schichten professionell abgearbeitet. Bei allen Emotionen und Zeitdruck gehen die Rettungskräfte mit viel Menschlichkeit auf Patienten und Angehörige ein. Es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass ein solch starkes Rettungsdienst-Team an unserer Seite steht."

In den vergangenen Jahren wurden drei zusätzliche Rettungswachen in Möser, Genthin und Drewitz errichtet. Innerhalb weniger Wochen rekrutierte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die notwendigen Mitarbeiter für die neuen Wachen, bildete sie aus und beschaffte zusätzliche Fahrzeuge. Darüber hinaus überprüfte das DRK alle bestehenden Standorte. Einige wurden in Ortsrandlagen verlagert, um eine noch größere Nähe zu strategischen Knotenpunkten zu erreichen. Aktuell läuft die vorerst letzte Optimierungsmaßnahme - die Verlagerung der Rettungswache Gommern. Das DRK investiert 730.000 € in einen Neubau, der dann dem aktuellen Stand der Technik entspricht und als Lehrrettungswache auch mit Übungsräumen für die Ausbildung von Notfallsanitätern ausgestattet ist. Die Wache soll zum Ende des zweiten Quartals 2019 dienstbereit sein.

Die vorgenommenen Änderungen der Standorte wirken sich bereits positiv auf die Hilfsfristen im Landkreis aus, welche auch im Vergleich zu anderen Landkreisen sehr gut sind. Um das gesetzlich normierte Ziel, bei gewöhnlichen Umständen innerhalb von 12 Minuten nach Alarmierung Hilfe vor Ort leisten zu können, bedarf es einer schnellen und professionellen Erfassung der Lage durch die kreiseigene Leitstelle sowie einer guten Zusammenarbeit zwischen Leitstelle und Rettungskräften. Im vergangenen Jahr konnte diese Frist zu 87 % eingehalten werden, in 2017 lag die Erfüllungsrate noch bei rund 85,5 %. Die Experten rechnen mit einer weiteren Verbesserung, wenn alle Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten.

Das Deutsche Rote Kreuz leistet seit 1990 im Auftrag der Kreisverwaltung den Rettungsdienst für den gesamten Landkreis. Im Jahr 2013 wurde die Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz forplan GmbH mit einer Begutachtung des Rettungswesens beauftragt. Die Bedarfsplanung sollte Potentiale zur Verbesserung des rettungsdienstlichen Hilfeleistungsniveaus aufzeigen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Durchführung des bodengebundenen Rettungsdienstes ermöglichen. Diese wurde Grundlage der Aktualisierung des Rettungsdienstbereichsplanes, welcher sich nunmehr in der letzten Phase der Umsetzung befindet.

Erstellt am: 18.02.2019

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