Vorderhaus Bahnhofstraße 6 in Burg wird abgerissen

Der vom Landkreis erteilte Abrissauftrag für das akut einsturzgefährdete Hinterhaus auf dem Grundstück Bahnhofstraße 6 in Burg musste am Freitag, 3. März 2017 abgebrochen werden. Nach der teilweisen Entfernung des Hinterhauses war die Standsicherheit des Vorderhauses gefährdet. Wie der verantwortliche Prüfstatiker bestätigte, besteht die Einsturzgefahr aufgrund vorher nicht erkennbarer Verbindungen von tragenden Bauteilen und Decken zwischen beiden Gebäudeteilen. Dementsprechend ist der Abriss des Vorderhauses ebenfalls unumgänglich und wird in den kommenden Tagen erfolgen. Da die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind, wird der Landkreis die für den Abriss notwendigen Kosten von ca. 120.000 Euro tragen.

Für das kulturhistorisch bedeutende Geburtshaus von Brigitte Reimann in der Bahnhofstraße 5 besteht aktuell keine Einsturzgefahr. Eine Entfernung ist nicht vorgesehen. Die Abrissarbeiten des Nebengebäudes sollen keine weiteren Schäden verursachen. Allerdings sind die bereits bestehenden Schäden an und in dem Gebäude beträchtlich. Die Deckenbalken sind von Hausschwamm befallen und im Dach klaffen große Löcher, so dass Regenwasser ungehindert eindringen kann. Sollte in absehbarer Zeit keine Sanierung und Nutzung des Gebäudes erfolgen, könnte ein Abriss spätestens im kommenden Jahr notwendig werden. Die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Passanten übernimmt der Landkreis.

Des Weiteren hat der Landkreis die Entfernung einsturzgefährdeter Wohnhäuser in der Klosterstraße in Burg beauftragt. Hier ist ein kurzfristiger Zusammenbruch der Bausubstanz nicht auszuschließen. Die Klosterstraße wurde bereits voll gesperrt. Da auch hier keine Eigentümer zu ermitteln sind, werden die Kosten in Höhe von etwa 30.000 Euro ebenfalls durch den Landkreis getragen.

Erstellt am: 07.03.2017

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