Geschichte

Neue Musikschule

Die Kreismusikschule in Burg wurde im Oktober 1981 gegründet. Die Einrichtung in Genthin war eine Außenstelle der Bezirksmusikschule Magdeburg.

Im Jahr 1994 wurden durch die Kreisgebietsreform beide Schulen zur Kreismusikschule des Landkreises Jerichower Land vereinigt. Der Landkreis ist Träger der Kreismusikschule. Sie ist Mitglied im Verband deutscher Musikschulen. Seit Juni 1996 trägt die Kreismusikschule den Namen des in Burg geborenen komponisten Joachim a Burck (1546 - 1610). Sie hat ihren Sitz in Burg. Außenstellen befinden sich in Genthin, Gommern und Möckern.

Zur Kreismusikschule gehören Bläsergruppen, Streicher-, Flöten- und Gitarrenensembles sowie eine Schülerband.

Musikalische Früherziehung wird in vielen Kindergärten im Landkreis angeboten.

Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhalten qualifizierten Instrumental- und Gesangsunterricht. Ziel ist es, die Freude am Musizieren zu wecken, zu fördern und ggf. auf eine musikalische Berufsausbildung vorzubereiten.

Schüler und Lehrkräfte veranstalten Konzerte, umrahmen Feierstunden und bieten Musikprogramme zu den verschiedensten Anlässen mit einem umfangreichen Repertoire von Klassik bis Rock/Pop an.Auftritt












Joachim a Burck (1546 - 1610)

Joachim a Burck (eigentlich Joachim Moller) wurde 1546 in Burg bei Magdeburg geboren. Er dürfte in Magdeburg, wo Martin Agricola und Gallus Dreßler wirkten, zum Musiker ausgebildet worden sein. Ab 1563 lebte er in Mühlhausen, Thüringen, als Kantor der Lateinschule und ab 1566 als Organist bis zu seinem Tod am 24.05.1610. Er übte zur gleichen Zeit auch verschiedene öffentliche Funktionen der Stadt aus.

Orlando di Lasso, Utendal, Cyprian de Rore und Vaet waren die musikalischen Vorbilder von Joachim a Burck, von dem ein umfangreiches Werk erhalten ist. Seine lateinischen Kompositionen, wie zahlreiche mehrstimmige Motetten, Oden, Offizien, Hymnen, Abendmahlfeiern, eine Passion sowie eine Reihe sakraler Gesänge gehören noch den Motetten an, doch ist dabei die Wendung zur sakralen Liedkomposition bereits sichtbar. Die deutschen Werke gehen um mehrere Schritte weiter.

Die Johannespassion und die zweite Passion auf einer Evangelienharmonie, die "Dreyssig Geistliche Lieder auff die Fest durchs Jahr" und die weiteren 40 "Deutschen christlichen Liedlein", beides vierstimmig, müssen mit zahlreichen ähnlichen Werken des Komponisten als unmittelbare Wege zur protestantischen Kirchenkomposition des 17. Jahrhunderts eingestuft werden.

Joachim a Burck war auf dem Gebiet der evangelischen Kirchenmusik ohne Zweifel epochemachend. Sein breit ausgefächertes Schaffen ließ fast keine Gattung des liturgischen oder paraliturgischen Gesanges unbereichert und schuf eine Plattform, von der ausgehend die Entwicklung durch das nächste Jahrhundert steil aufsteigend ihren Kulminationspunkt erreichte.

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