Häufige Fragen und Antworten

Was ist das Coronavirus?

Das aktuell zirkulierende Coronavirus wird auch COVID-19 genannt. Die Erkrankung unterscheidet sich in den allermeisten Fällen nicht wesentlich von anderen Erkältungskrankheiten, die derzeit Saison haben (z.B. Influenza).

Wie andere Viruserkrankungen auch kann eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus zu Krankheitserscheinungen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber usw. führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schweren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen. Dies gilt insbesondere für Menschen, die Vorerkrankungen der Atemwegen, des Herzens, schwerere allgemeine Erkrankungen wie Diabetes haben oder die eine Behandlung mit Medikamenten durchführen müssen, die das Immunsystem beeinträchtigen.

Was muss getan werden, um der Erkrankungswelle bestmöglich zu begegnen?

  • Möglichst zuhause bleiben!
  • Sich über die Situation informieren, auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen anbieten, wie z.B. Bundesgesundheitsministerium und Gesundheitsministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
    - Vorgaben der Behörden befolgen
    - Kontakte generell reduzieren
    - Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten
    - Eine gute Händehygienepraktizieren, sich an die Husten- und Niesregeln halten
    - Aufs Händeschütteln verzichten
    - Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
    - Abstand halten von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden
    - Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden
    - Nach Möglichkeit von zu Hause arbeiten
    - Keine privaten Veranstaltungen (Geburtstagsfeiern, Spieleabende o.ä.) organisieren oder besuchen

Kann man sich gegen Covid-19 impfen lassen?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch absehbar.

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen kann dazu beitragen. Es ist daher sinnvoll, den Impfstatus zu überprüfen und ggf. versäumte Impfungen nachzuholen. Dies gilt besonders für Impfungen, die vor Infektionen der Atmungsorgane schützen, sowie allgemein für anfällige Personengruppen. Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme dieser empfohlenen Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoff verfügbar ist.

Wie funktioniert der Meldeweg?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Corona-Virus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Auch das Labor, welches das neuartige Corona-Virus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.
Die COVID-19-Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch über die zuständigen Landesbehörden ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. Dabei können - sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen - auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z.B. Erkrankungsbeginn, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt

Welchen Zweck hat eine Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und - je nach individuellem Infektionsrisiko - ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne.
Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und einen Test veranlassen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19-Erkrankungen gekommen ist
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 kontaktiert werden. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Ist ein Test bei Personen ohne Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden.

Was ist über COVID-19 bei Kindern und Schwangeren bekannt?

Bisherigen Daten zufolge ist die Symptomatik von COVID-19 bei Kindern deutlich geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen. Zum tatsächlichen Beitrag von Kindern und Jugendlichen an der Transmission in der Bevölkerung liegen keine Daten vor. Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

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