Lärm, Geräusche, Erschütterungen

Lärm.jpg

Menschen sind dem Lärm in einer Vielzahl von Geräuschquellen ausgesetzt.

Straßen, Schienenwege, Flugplätze, Gewerbeanlagen, Nachbarn, Sportanlagen u. a. führen nicht selten zu Lärmproblemen bei den Betroffenen. Grundproblem ist, dass Betroffene oft nicht wissen an wen man sich im Beschwerdefall wenden kann, was zulässig und was nicht erlaubt oder welche gesetzliche Grundlage für den speziellen Fall zutreffend sind. Ein Gesetz zum Schutz vor Lärm gibt es nicht. Für die Lösung von Lärmproblemen müssen jedoch eine Vielzahl von rechtlichen Regelungen und Vorschriften beachtet werden.

Zu den relevanten Lärmarten gehören Industrie- und Gewerbelärm, Baustellenlärm, Sport- und Freizeitlärm, Nachbarschaftslärm, Straßen- und Verkehrslärm, Erschütterungen, Flugzeuglärm, und Schienenverkehrslärm.

Anlagen sind von Betreibern so zu betreiben, dass die Nachbarschaft keinen Grund hat, sich zu beschweren. Für den Fall, dass dies im Einzelfall jedoch notwendig wird, ist die Beschwerde durch Nachbarn für die Überwachungsbehörde eine wichtige Rückmeldung über das Handeln von Betreibern und den Zustand von Anlagen aller Art.

Nachbarschaftsbeschwerden sollten, damit sie zügig bearbeitet werden können, die Sachverhalte möglichst klar benennen. Es ist beispielsweise wichtig, wann genau die Belästigung war (Zeitpunkt und Zeitdauer, möglichst genaue Beschreibung der Quelle) oder wie intensiv. Zur Lärm mancher Sachverhalte ist es auch notwendig, dass die Behörde bei der Beschwerdeführerin bzw. dem Beschwerdeführer nachfragen kann. Daher sollten Nachbarschaftsbeschwerden nicht anonym erfolgen. Verwenden Sie für die Beschwerde das entsprechende Formular für Lärmbeeinträchtigungen.
Nachbarschaftsbeschwerden werden durch die Untere Immissionsschutzbehörde generell zunächst mit hoher Priorität bearbeitet.

Eine Vielzahl von Beschwerdegründen lässt sich schnell abstellen. Andere Fälle bleiben jedoch Probleme für einige Jahre. Wieder andere Beschwerden betreffen subjektiv als negativ empfundene Sachverhalte, die objektiv jedoch zulässig sind und daher hingenommen werden müssen.

Nach dem Eingang Ihrer Beschwerde prüfen wir zunächst den grundsätzlichen Sachverhalt. Es wird dabei geklärt, was im Rahmen der Anlagenzulassung gestattet ist und in welchem Verhältnis hierzu die Beschwerde zu sehen ist. Gegebenenfalls führen wir dann weitere Recherchen oder Beobachtungen durch. Ergebnis dieses Klärungsprozesses kann es dann sein, dass

  • Anlagenbetreiber eine Aufforderung erhält, festgestellte Mängel, Störungen oder ähnliches abzustellen. Hierzu kann dann auch behördlicher Zwang eingesetzt werden.
  • festzustellen ist, dass der Anlagenbetreiber alle seinen Pflichten nachgekommen ist und die empfundene Störung hingenommen werden muss.

Die Bearbeitung von Nachbarschaftsbeschwerden stellt daher häufig einen Abwägungsprozess dar, in dem unterschiedliche Empfindungen, Meinungen und Ansichten (Beschwerdeführer, Anlagenbetreiber) vor dem Hintergrund der gesetzlichen Bestimmungen für alle Beteiligen möglichst zufrieden stellend gelöst werden müssen.

Kontakt

Zurück