1. Beratungsangebote

     

    Durch die Schließungen der Kindertagesstätten und Schulen im Landkreis Jerichower Land, sowie der durch die Landesregierung erlassene Kontaktsperre, werden Familien aktuell vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Permanente räumliche Nähe kann zu Konflikten führen und den Familienfrieden nachhaltig stören.

    Daher sollte darauf geachtet werden, dass für Kinder weiterhin eine feste Tagesstruktur geschaffen wird, in der die Schlaf- und Ruhezeiten, die Mahlzeiten sowie Freizeitaktivitäten und Lernphasen geregelt sind. Besondere Beachtung gilt dabei der Freizeitbeschäftigung, denn eine Kombination aus verschiedenen Gesellschafts-, Konzentrations- und Bewegungsspielen sorgt für Abwechslung und durchbricht die Monotonie. Wichtig sind zudem Spaziergänge und Bewegung an der frischen Luft, was laut der aktuell geltenden Verordnung für Mitglieder eines Haushaltes ausdrücklich erlaubt ist.

    Ferner sollten unbedingt auch soziale Kontakte gepflegt werden, auch wenn dies aktuell nicht von Angesicht zu Angesicht möglich ist. Dank verschiedener technischen Lösungen, wie beispielsweise der Videotelefonie, kann dennoch mit Verwandten und Freunden Kontakt aufgenommen und Informationen ausgetauscht werden.

    Besonders wichtig ist auch die Schaffung von Freiräumen für Eltern. So sollte gezielt nach Entlastungsmöglichkeiten bezüglich der Aufsicht und Betreuung der Kinder gesucht werden, damit Eltern Zeit für sich und somit zum Durchatmen nutzen können.

    Sollte es dennoch zu Konflikten kommen und pädagogischer Rat gesucht werden, stehen die nachfolgenden Beratungs- und Anlaufstellen mit einem angepassten Angebot zur Verfügung:

    • Der Soziale Dienst des Fachbereiches Kinder – Jugend – Familie (Jugendamt) bietet Hilfestellungen bei dringenden Notsituationen und erzieherischen Problemlagen. Erreichbar ist der Fachbereich Montag – Mittwoch von 08:30 Uhr – 16:00 Uhr, donnerstags von 08:30 Uhr – 17:00 Uhr und freitags von 08:30 Uhr – 12:00 Uhr unter der Nummer 03921/949-5100.
    • Bei Fragen bezüglich des Kinderschutzes ist die Netzwerkstelle „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ jeden Montag in der Zeit von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr unter der Nummer 03921/4837238 zu erreichen. Aktuell können auch Telefonberatungen außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart und wahrgenommen werden. Hierfür sind die Ansprechpartner täglich von 08:00 Uhr – 14:00 Uhr unter der Nummer 0151/58055602 sowie per Mail annetzwerk-kinderschutz@cornelius-werk.deerreichbar.
    • Bei Entwicklungsstörungen von Kindern oder erzieherischen Problemlagen stehen das Beratungszentrum des Paritätischen in Burg unter der Nummer 03921 – 4939 sowie per Mail aneb-sb-burg@paritaet-lsa.de und das Beratungszentrum des CJD in Genthin unter der Nummer 03933/801841 sowie per Mail an anja.militz@cjd.de zur Verfügung.

    Zudem sind über den Online-Beratungsführer DAJEB der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. auf der Seite www.dajeb.de/beratungsfuehrer-online/beratung-in-ihrer-naehe Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten und auf der Seite www.elternsein.info/suche-fruehe-hilfen Anlaufstellen für Frühe Hilfen zu finden.

    06.04.2020
  2. Informationen zur Notbetreuung

     

    Mit Inkrafttreten der 3. SARS-CoV-2-EindV am 03.04.2020 sind nun auch Kinder von der Schließungsverfügung der Kindertagesstätten und Schulen ausgenommen, die nach einer Entscheidung des Jugendamtes zur Sicherstellung des Kindeswohls eine Kindertageseinrichtung besuchen sollen. Diese sogenannte Notbetreuung war zuvor ausschließlich Kindern vorbehalten, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind. Das Jugendamt hat die Verordnungsänderung entsprechend angepasst. Unter der Rubrik Allgemeinverfügungen, Verordnungen und Dokumente kann das neue Formular "Nachweis für den Bedarf einer Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen / Horten im Landkreis Jerichower Land" abgerufen werden.

    Generell ist festzustellen, dass die Notbetreuung bisher in geringem Umfang genutzt wird. Mit Stand 30.03.2020 wurden 333 Kinder in den Kindertageseinrichtungen und Horten betreut. Dies entspricht bei 6.463 Kindern während der Regelbetreuung, einer Betreuungsquote von 5,15 %. Durch die nunmehrige Ausweitung der Anspruchsberechtigungen kann mit einer weiteren Erhöhung der Betreuungsquote gerechnet werden. Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Notfallbetreuung sind hier zusammengefasst.

    06.04.2020