Aufstallungsanordnung für Geflügel im Jerichower Land

Aufstallungsanordnung

Stallpflicht als Schutzmaßnahme gegen die Geflügelpest

In Sachsen-Anhalt gilt ab 15. November 2016 in bestimmten Risikogebieten bis auf Weiteres eine Stallpflicht für Geflügel. Aufgrund der aktuellen Funde der hochpathogenen Variante des Geflügelpestvirus vom Typ H 5 N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern werden die Tierseuchenschutzmaßnahmen für gehaltenes Geflügel angepasst. Für das Land Sachsen-Anhalt wurden Risikogebiete und angrenzende Gebiete als Risikoareal-tangierte Gemeinden festgelegt. Danach gilt das gesamte Gebiet des Landkreises Jerichower Land als Risikogebiet. Bei der hoch pathogenen Aviären Influenza handelt es sich um eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung beim Geflügel, deren Ausbruch immense wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und die verarbeitende Industrie haben kann. Um der Gefahr einer Ausbreitung der Geflügelpest entgegenzuwirken, ist es erforderlich, sämtliches gehaltene Geflügel im Landkreis aufzustallen.

Zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel wird angeordnet: Ab sofort ist im gesamten Gebiet des Landkreises Jerichower Land sämtliches gehaltene Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter Vorrichtungen - die aus einer überstehenden nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) - zu halten.

Die Begründung dieser Allgemeinverfügung kann zu den folgenden Zeiten im Veterinäramt des Landkreises Jerichower Land (Zimmer 162, Brandenburger Straße 100, 39307 Genthin) eingesehen werden:

Montag bis Mittwoch 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Donnerstag 08:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Die Allgemeinverfügung tritt am Tage nach der Veröffentlichung (15. November 2016) in Kraft und gilt bis auf Widerruf.

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