Altlastenkataster

Um zu wissen, ob sich auf einem Grundstück eine schädliche Bodenveränderung, Altlastverdachtsfläche oder Altlast befindet, kann man eine Auskunft aus dem Altlastenkataster des Landkreises Jerichower Land beantragen.

Was sind Altlasten, Verdachtsflächen und schädliche Bodenveränderungen?

Schädliche Bodenveränderungen im Sinne des Gesetzes zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altslasten (Budes-Bodenschutzgesetz-BBodSchG) sind Beeinträchtigungen der Bodenfunktion, die geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit herbeizuführen.

Verdachtsflächen im Sinne des BBodSchG sind Grundstücke, bei denen der Verdacht schädlicher Bodenveränderungen besteht.

Altlasten im Sinne des BBodSchG sind

  1. Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen wie z. B. ehem. Deponien, Halden, Müllkippen, Düngerlager) und

  2. Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, ausgenommen Anlagen, deren Stilllegung einer Genehmigung nach dem Atomgesetz bedarf (Altstandorte wie z. B. ehem. Tankstellen, Stallanlagen, Silos, Technikstützpunkte, Werkstätten, Produktionsstätten, Dienstleistungsbetriebe, Lager, Gleisanlagen, Havariestandorte, defekte Leitungssysteme) durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.

Für eine Auskunft aus dem Altlastenkataster benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Eigentumsnachweis (Kopie Grundbuchauszug)
  • Vollmacht des Grundstückseigentümers
  • Vollmacht oder Auftragskopie des Gerichtes oder der Behörde
  • wenn vorhanden Flurkartenauszug oder Lagekarte
  • Angabe zur Gemarkung, Flur und Flurstück
  • Sonstige Nachweise eines berechtigten Interesses.
 

Welche Gebühren fallen an? 

Bei einer schriftlichen Auskunft entstehen Gebühren nach Aufwand grundsätzlich aber mindestens 46,00 € je Stunde und 0,39 € für Auslagen.

Mündliche oder telefonische Auskünfte sind kostenfrei.

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