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Was ist LEADER/CLLD?

Seit 1991 fördert die Europäische Union (EU) mit LEADER die ländlichen Räume. Die Abkürzung LEADER steht dabei für die aus dem Französischen übersetzte Bedeutung "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Für den Zeitraum 2014 bis 2020 wurden in Deutschland 321 LEADER-Regionen bestätigt, 23 davon in Sachsen-Anhalt. Neu in der EU ist der CLLD Ansatz - aus dem Englischen übersetzt "Lokale Entwicklung unter Federführung der Bevölkerung". Diesen CLLD-Ansatz verfolgt Sachsen-Anhalt seit 2014, hier können die Regionen neben dem Landwirtschaftsfond auch vom Sozial- und Regionalfond partizipieren. Zur Umsetzung von Maßnahmen erhalten alle Lokalen Aktionsgruppen in Sachsen-Anhalt einen Finanziellen Orientierungsrahmen (FOR) zur Umsetzung der Maßnahmen.

Was sind LEADER-Regionen?

Leader-Regionen sind gut abgrenzbare, zusammenhängende ländliche Gebiete, die mindestens 20.000, maximal 130.000 Einwohner haben. Innerhalb dieser Gebiete werden im Rahmen von LEADER neue Entwicklungskonzepte umgesetzt, die auf lokaler Ebene Themen, Akteure und Ressourcen verbinden. Den Schwerpunkt der Entwicklung und die Steuerung bilden die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) aus Vertretern des öffentlichen und privaten Sektors.

Wie funktioniert LEADER? - grundlegende Ansätze
  • regionale Besonderheiten als Chance für ein eigenes Profil entdecken und entwickeln

  • breite Bürgerbeteiligung mit demokratischen Spielregeln organisieren

  • gemeinsame Strategie privater und öffentlicher Akteuren erarbeiten

  • verschiedene Partner unterschiedlicher Ebenen konzipieren und setzen Projekte gemeinsam um

  • informieren, vorhandenes Know-how nutzen, voneinander lernen, gemeinsam arbeiten
Wer kann Projektanträge einreichen?

Akteure aus der Region, die ein zündendes und tragendes Projekt haben, die o. g. Schwerpunktthemen umsetzen. Folgende Akteure können unter den derzeitigen Rahmenbedingungen des Landes Sachsen-Anhalt Anträge zur Förderung einreichen: Juristische Personen u. a. Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, Kirche und natürliche Personen. Sie haben nur eine Idee und noch kein Projekt, dann reichen sie den Projektbogen mit ihrer Idee unabhängig der Fristen ein.

Ansprechpartner LAG "Zwischen Elbe und Fiener Bruch"
www.leader-elfi.de
  • LAG-Vorsitzender
    Dr. Heinz Paul
    Tel.: 0391 7443547,
    E-Mail: hpaul@tti-md.de

  • LEADER-Management, Landesgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
    Heike Winkelmann
    Tel.: 0391 7361742,
    E-Mail: winkelmann.h@lgsa.de

Das Gebiet liegt im nördlichen Teil des Landkreises Jerichower Land: Zwischen der Elbe im Westen, dem Landkreis Stendal im Norden, dem Land Brandenburg im Osten und der Bundesautobahn A 2 Berlin - Hannover im Süden. Das Gebiet wird gebildet von den Kommunen Möser, Burg, Elbe-Parey, Genthin und Jerichow. Die 854 km² große LEADER-Region ist Heimat von knapp 60.000 Menschen. Mit 42 Einwohnern je Quadratmeter im ländlichen Raum, das heißt außerhalb der Städte Burg und Genthin, zählt sie zu den dünn besiedelten Regionen Sachsen-Anhalts. Träger des Leader-Managements ist der Landkreis Jerichower Land.

Ansprechpartner LAG "Elbe-Saale"
www.leader-elbe.saale.de

Die Region „Elbe-Saale“ besteht aus dem Zusammenschluss der Gemeinde Biederitz sowie den Städten Barby, Calbe, Gommern und Schönebeck (Elbe). Die Stadt Gommern und die Einheitsgemeinde Biederitz gehören zum Landkreis Jerichower Land, während die übrigen Städte zum Salzlandkreis gehören. Insgesamt umfasst die Region „Elbe-Saale“ eine Fläche von 494,4 km² und ist Heimat für etwa 68.044 Menschen (Stand 31.12.2015).

Ansprechpartner LAG "Mittlere Elbe-Fläming"
www.mittlere-elbe.flaming.de

Die Region "Mittlere-Elbe-Fläming" umfasst die Gebiete Möckern, Zerbst/Anhalt, Oranienbaum-Wörlitz, Coswig und den ländlichen Bereich Dessau-Roßlau.

Weitere Informationen sind auch unter www.leader.sachsen-anhalt.de und  www.netzwerk-laendlicher-raum.de zu finden.