Straße der Romanik

Klosterkirche in Jerichow

Straße der Romanik: Faszination des Mittelalters auch im Jerichower Land

Seit ihrer Gründung im Mai 1993 erfreut sich die Straße der Romanik eines stetig wachsenden Besucherinteresses. Auf Schritt und Tritt kann man auf der mehr als 1000 km langen Route originale Zeugnisse aus den Anfängen der deutschen und europäischen Geschichte bestaunen. In der authentischen Kulisse romanischer Bauten fühlt man sich ganz in das Mittelalter zurückversetzt und kann im übertragenen Sinn den Hauch bedeutender historischer Ereignisse noch heute spüren. In Sachsen-Anhalt laden heute 65 Orte und 80 Bauwerke zur Besichtigung ein.

Das Jerichower Land ist in der Nordroute mit neun eindrucksvollen Bauwerken der Romanik eingebunden. Wir begegnen dort nicht nur historischem Geschehen, sondern erfahren auch etwas über Landschaft und Leben, Kulturschätze und christliche Traditionen.
Zu den neuen Bauten gehören:

Jerichow - Prämonstratenserstift St. Marien Nicolai

Das Mitte des 12. Jahrhunderts gegründete Kloster gehört zu den ältesten romanischen Backsteinbauten Norddeutschlands. Die Stiftskirche wurde nach den Prinzipien der Hirsauer Bauschule errichtet und diente über 20 Kirchen im Umland als Vorbild. Über Geschichte und Bedeutung des Klosters informiert das Klostermuseum. Es finden ständige Ausstellungen, Konzerte, Fachtagungen und Feste statt.

Kloster Jerichow
Am Gut 1
39319 Jerichow
Tel.: 039343 285
www.kloster-jerichow.de

Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich 10 - 17 Uhr
November bis März täglich 10 - 16 Uhr

Jerichow - Stadtkirche Stadtkirche in Jerichow

Der spätromanische Backsteinbau aus der Zeit um 1220 liegt im alten Stadtkern von Jerichow und beherbergt ein prächtiges Renaissance-Epitaph aus Marmor und Alabaster.
Besichtigungen und Führungen über das Klostermuseum.

Redekin - Dorfkirche
Die stattliche, nahezu vollständig erhaltene Backsteinkirche gehört zu den bedeutendsten Nachfolgebauten des Kloster Jerichows. Sehenswert sind der mächtige, fünfgeschossige Westquerturm, die aufwendigen Stuckfriese und die Hufeisenempore. Aus dem 12. Jahrhundert blieb ein Kruzifix aus Bronze erhalten.
Dorfkirche Redekin
Dorfkirche
W.-Külz-Straße 9
Tel.: 039341 50108

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung i. Pfarrhaus

Genthin Altenplathow - Grabstein des Herrn von Plotho
In der neogotischen Kirche befindet sich in der ehemaligen Sakristei eine der seltenen erhaltenen mittelalterlichen Figurengrabplatten. Es handelt sich dabei um den 1170 verstorbenen Burgherren auf der damaligen Burg Plote

Pfarramt Altenplathow
Altenplathower Straße 74
39307 Genthin
Tel.:03933 805584

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Burg - Unterkirche St. NicolaiUnterkirche in Burg

Der Granitquaderbau aus dem 12. Jahrhundert ist fast vollständig erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild der strengen Monumentalität romanischer Baukunst. Die dreischiffige, kreuzförmige Pfeiler-Basilika beherbergt eine Kanzel aus Sandstein mit Alabasterreliefs um 1610. Das Hauptportal an der Südseite ist durch reiche Bauplastik hervorgehoben.

Ev. Pfarramt
Nicolai Straße 4
39288 Burg
Tel.: 03921 944430
Öffnungszeiten: Mai - Oktober
Mo bis Fr 15:00 - 17:00 Uhr
Sa 10:00 - 12:00 Uhr

Burg - Oberkirche Unser Lieben FrauenOberkirche in der Altstadt von Burg

Die gotische Hallenkirche bewahrt Taufstein, Kanzel und Altar des romanischen Kirchenbaus aus dem 12. Jahrhundert auf.

Kirche Unser Lieben Frauen
Breiter Weg
39288 Burg
Tel.: 03921 944430

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Leitzkau - St-Petri-Kirche
Die St.-Petri-Kirche in Leitzkau ist die älteste in Teilen ihrer Substanz noch erhaltene
steinerne Kirche dieser Gegend östlich der Elbe. 1114 weihte Bischof Hartbert von Brandenburg im Ort eine Kirche aus Bruchsteinen. Wenige Jahre später, 1139, wurde an dieser Kirche ein Prämonstratenser-Chorherrenstift eingerichtet, das bald in den Rang eines Domkapitels erhoben wurde. Als Sehenswürdigkeiten finden Sie einen Kamin mit Stuckrelief in der Sakristei, den Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert, das Chorgestühl und ein überlebensgroßes Triumphkruzifix aus Holz, eine sechseckige Sandsteintaufe (1620) mit Reliefs der Evangelisten und mehrere Grabmäler.

Pfarramt Leitzkau
Kirchstraße 1
39279 Leitzkau
Tel. 039241/290

Öffnungszeiten:
März bis Oktober 8.00 - 18.00 Uhr
November bis Februar 8.00 - 17.00 Uhr

Leitzkau - Stiftskirche St. Maria in monteSchloss und Klosterkirche St. Maria in Leitzkau
Der Bau der Stiftsanlage begann in den 1140er Jahren. Erzbischof Wichmann weihte die Stiftskirche im Jahre 1155 in Anwesenheit von Albrecht dem Bären. Bis 1161 hatte der Brandenburgische Bischof Wigger hier seinen Sitz. Im Jahr 1564 erwarb der Obrist Hilmar von Münchhausen das recht zerfallene Stift. Er und sein Sohn Statius bauten die Stiftsanlage im Stil der Weserrenaissance um. Sie gilt als der bedeutendste Schlossbau dieser Zeit im Gebiet der mittleren Elbe, wobei sich die Umgestaltung hauptsächlich auf das westlich gelegene Klausurgebäude konzentrierte. Es entstand ein dreigeschossiges Schloss - das sogenannte Neuhaus - mit Zwerchgiebeln, rundem Treppenturm und reich verziertem Portal. Schloss Leiztkau lädt heute zu vielfältigen Kulturprogrammen ein.

Kultur und Denkmalpflege Leitzkau e.V.
Schloss Leitzkau
39279 Leitzkau
Tel. 039241/ 4168

Öffnungszeiten:
Schlosshof und Basilika ganzjährig von 9.00 - 16.30 Uhr geöffnet.
Führungen nach Voranmeldung

Loburg Ruine Kirche Unser Lieben Frauen Ruine Unser Lieben Frauen Loburg
Die ehemalige Gestalt der Kirche lässt sich an der Ruine ablesen; eine dreischiffige Basilika mit längsrechteckigem Chor und Westquerung. Der aus sorgfältig gequaderten Granitfindlingen gemauerte Bau dürfte im ausgehenden 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Nach und nach verfiel er jedoch. Eine Wiederinstandsetzung erfolgte 1601. Zur Zeit der napoleonischen Kriege diente sie als Gefangenenlager und Pulvermagazin. Um 1900 wurde der noch bestehende Bau als Ruine restauriert und in den Jahren 1990 - 1992 gesichert.
Heute finden in ihr regelmäßig Konzerte statt.
Besuchern ist sie frei zugänglich.

Kirche Unser Lieben Frauen
Möckernitzer Damm
39279 Loburg
Tel. 039245/ 2022

Neben den Kirchen, die in die Straße der Romanik eingebunden sind, finden Sie im Jerichower Land viele sehenswerte Feldstein- und Backsteinkirchen mit interessanten Details in unseren Dörfern. In ihren verschiedensten Baustilen von der Romanik bis zum Historismus spiegeln sie eine lange kulturhistorische Tradition im Elbe-Havel-Winkel wieder.

weitere Informationen: www.romanikstrasse.de

Zurück