Landkreis bietet beeinträchtigen Menschen vielfältige Beratungsangebote

Seit 1993 wird jährlich am 3. Dezember der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen, um das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Einschränkungen zu stärken. Laut Statistik lebt fast jeder zehnte Bundesbürger mit einer Schwerbehinderung, im Jerichower Land betrifft dies 6.528 Personen (Stand 31.12.2019, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt). Um bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen, beraten die Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte des Landkreises, Karina Cleve sowie die Kolleginnen des Örtlichen Teilhabemanagement, Silvia Müller und Iris Erben zu allen wichtigen Themen. Auch während der aktuellen Corona-Pandemie sind die Ansprechpartnerinnen zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.

Als Behindertenbeauftragte berät Karina Cleve Betroffene und ihre Angehörigen ganz individuell und steht auch bei der Kommunikation mit Behörden und Institutionen unterstützend zur Seite. "Es ist mir ein Anliegen, die Inklusion weiter voranzubringen. Wir müssen die Benachteiligung und Ausgrenzung behinderter Menschen weiter abbauen und das Leben der Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen inmitten unserer Gesellschaft noch mehr fördern. Vielfalt macht unser aller Leben bunter und interessanter", erklärt Frau Cleve ihr Arbeitsziel.

Die Örtlichen Teilhabemanagerinnen Silvia Müller und Iris Erben erarbeiten im Rahmen des mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt geförderten Projektes "Örtliches Teilhabemanagement im Landkreis Jerichower Land" Umsetzungsideen, wie Menschen mit Beeinträchtigungen umfassend und selbstbestimmt am sozialen Leben teilnehmen können. Ziel ist es Inklusionsdefizite weiter abzubauen. Dabei beschränken sich diese Defizite nicht nur auf fehlende behindertengerechte Zugangsmöglichkeiten zu Gebäuden, sondern beginnen im Alltag schon bei schwer verständlicher Sprache oder dem Fehlen von Gehörlosendolmetschern. "Um für solche Problematiken zu sensibilisieren, nehmen wir an unterschiedlichen Veranstaltungen und Messen teil und führen Aktionstage durch. Interessierten bieten wir außerdem die Möglichkeit unseren Alterssimulationsanzug einmal auszuprobieren, um die Welt aus der Sicht eines Menschen mit Beeinträchtigungen wahrzunehmen. So bekommt man ein kleines Gefühl dafür, was es heißt, mit einer Behinderung zu leben", erklärt Teilhabemanagerin Müller. Zum Angebot des Teams gehört zudem die Wohnraumberatung für ein behindertengerechtes Leben im eigenen Haushalt samt Hinweisen zu entsprechenden Förderprogrammen.

Kontaktdaten: Behindertenbeauftragte (Telefon: 03921 949 1600, E-Mail: Karina.Cleve@lkjl.de), Örtliches Teilhabemanagement (Telefon: 03921 949 1016, E-Mail: Silvia.Mueller@lkjl.de, Iris.Erben@lkjl.de)

Erstellt am: 03.12.2020

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