Ministerin besucht DRK-Kleiderkammer in Burg

Am 25. Januar 2019 empfing Landrat Dr. Steffen Burchhardt gemeinsam mir DRK-Regionalverbands-Vorstand, Andy Martius, die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Petra Grimm-Benne, in der Kleiderkammer in Burg. Die Ministerin informierte sich vor Ort über die Umsetzung des Landesprogrammes "Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben" im Landkreis Jerichower Land.

Ende 2017 hatten sich regionale Träger über einen Ideenwettbewerb des Landkreises um 68 Beschäftigungsplätze beworben. Die Bewertung und Auswahl der Projektvorschläge erfolgte durch den Regionalen Arbeitskreis des Landkreises Jerichower Land. Für die sozialpädagogische Betreuung der Projektteilnehmer stellte die Kreisverwaltung eine Intensivbetreuerin ein. Im März 2018 konnten dann 16 langzeitarbeitslose Personen, die über das Land geförderte Beschäftigung in der Kleiderkammer des DRK Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e.V. aufnehmen. "Der Landkreis profitiert hier doppelt - zum einen wurde eine wirklich sinnvolle Aufgabe für die Teilnehmer gefunden und zum anderen wird die Arbeit der Kleiderkammer unterstützt. Das DRK leistet hier einen wirklich wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, der so auch bezahlbar bleibt", erklärt Landrat Burchhardt.

Bei den Langzeitarbeitslosen, die in das Programm aufgenommen werden, waren Förderinstrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik aufgrund vielfacher Hemmnisse bislang nicht erfolgreich. "Die Gründe dafür sind so individuell wie die Betroffenen selbst", sagt Ministerin Grimm-Benne und nennt exemplarisch fehlende Schul- und Berufsabschlüsse, oder immer neue Fehlschläge, aber auch Gesundheitsprobleme. Das Hauptaugenmerk liege nach ihren Worten auf der persönlichen Weiterentwicklung der Teilnehmer durch gemeinnützige Tätigkeiten, wodurch zugleich auch ein Mehrwert für den Landkreis erzielt werde. "Ich bin mir sicher, dass die regionale Verankerung wesentlich zu nachhaltigen Integrationserfolgen führt", so Grimm-Benne. Rund 910.000 Euro aus Landesmitteln stellt Sachsen-Anhalt derzeit für das Jerichower Land zur Verfügung.

Das Landesprogramm "Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben" unterstützt die Etablierung eines Sozialen Arbeitsmarktes. Insgesamt 2000 Plätze sind in Sachsen-Anhalt geschaffen worden. Der Grund: Trotz Beschäftigungsaufbaus und sinkender Arbeitslosigkeit nimmt der relative Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit eher zu. Absolut geht zwar auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zurück, gleichzeitig wächst aber die Gruppe der Menschen, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Für das Förderprogramm sind insgesamt bis 2021 rund 36 Mio. EUR an Landesgeld vorgesehen.

Erstellt am: 04.02.2019

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