Offizieller Startschuss für "RÜMSA im Jerichower Land"

Koordinierungsstelle stellt Personal, Ziele und erste Maßnahmen vor

Am 21. Juni 2017 fand die Kickoff-Veranstaltung zum Start des Regionalen Übergangsmanagements in Sachsen-Anhalt (RÜMSA) für das Jerichower Land statt. Es nahmen Vertreter*innen aus Kommunalpolitik, Schule, Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit, freien Trägern der Jugendhilfe, regionalen Bildungsträgern sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern teil. Neben der Vorstellung der regionalen Koordinierungsstelle für den Landkreis wurden den zukünftigen Akteuren die Inhalte und Ziele, aber auch die Herausforderungen des Programms RÜMSA anhand von Vorträgen und Gesprächsrunden vorgestellt.

RÜMSA ist ein Landesprogramm Sachsen-Anhalts und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes gefördert. Mit "RÜMSA im Jerichower Land" soll jungen Menschen der Berufseinstieg erleichtert werden, indem die vielfältigen Angebote des Jugendamtes, des Jobcenters, der Agentur für Arbeit, der Schulen sowie weiterer Einrichtungen stärker aufeinander abgestimmt sind. Ziel ist es, eine dauerhafte und transparente Kooperations- und Unterstützungsstruktur am Übergang Schule-Beruf zu schaffen. Der Landkreis erweitert mit dieser Initiative die bereits bestehende Kooperationsvereinbarung zum Arbeitsbündnis Jugend und Beruf. Landrat Dr. Steffen Burchhardt zeigte in seiner Begrüßung die Chancen des Programmes auf: "Mit Hilfe von RÜMSA möchten wir dem aktuellen Fachkräftemangel entgegenwirken sowie die ökonomische und soziale Stabilität des Landkreises weiter verbessern. Wir wollen Lücken in den Erwerbslaufbahnen von Jugendlichen vermeiden und den erfolgreichen Einstieg auf dem regionalen Arbeitsmarkt fördern."

Ab Ende 2021 sollen im Flächenlandkreis Jerichower Land alle Jugendlichen bis 25 Jahre (in Ausnahmefällen bis 35 Jahre) Informationen, Beratungen und Unterstützungsleistungen am Übergang Schule - Beruf aus einer Hand erhalten. Geplant ist eine "virtuelle Jugendberufsagentur", in der Jugendliche und deren Eltern Antworten auf Fragen rund um das Thema Berufsorientierung erhalten. "Es geht nicht darum bestehende und gut funktionierende Angebote zu verändern, sondern diese zu vernetzen, auszubauen und weiter bekannt zu machen sowie bestehende Bedarfe zu ermitteln und dementsprechend neue Angebote zu entwickeln", erläutert Stefanie Glomm (Leiterin Koordinierungsstelle RÜMSA im JL). Der Auftakt ist gemacht. Nun gilt es die gesetzten Ziele in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten Partner*innen in die Tat umzusetzen.

Bereits Ende März wurde die Kooperationsvereinbarung für "RÜMSA im Jerichower Land" zwischen dem Landkreis, der Agentur für Arbeit Magdeburg, dem Jobcenter Jerichower Land und dem Landesschulamt Sachsen-Anhalt geschlossen.

Erstellt am: 27.06.2017

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