Hohenseedener Dorfkirche bewirbt sich für die Straße der Romanik

Die Dorfkirche in Hohenseeden zählt zu den kulturhistorischen Schätzen der Region. Mit ihrem markanten Kirchturm und ihrer reichen Geschichte soll sie künftig Teil der "Straße der Romanik" werden, um die Bedeutung des Bauwerks stärker in den Fokus zu rücken und zugleich die Kulturlandschaft der Gemeinde Elbe-Parey zu fördern.

In der letzten Woche trafen sich Landrat Dr. Steffen Burchhardt, Bürgermeisterin Nicole Golz sowie Gemeindevertreter mit Manuela Fischer vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt, um im Rahmen des Aufnahmeverfahrens die Kirche zu besichtigen.

Vor Ort berichtete Gabriele von Reinersdorff über die Geschichte und die Besonderheiten des Gotteshauses. Die Hohenseedenerin bietet regelmäßig Führungen an, um Besuchern die Vergangenheit der Kirche näherzubringen. Ganz besonders ist das romanische Wandgemälde aus dem 13. Jahrhundert, das nach einer Restaurierung im Jahr 1910 freigelegt und aufgearbeitet wurde. Heute ist dieses beeindruckende Kunstwerk wieder zu sehen.

Im nächsten Schritt prüft jetzt das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Tourismusverband Sachsen-Anhalt e.V. und dem Landesamt für Denkmalpflege alle Anträge auf Neuaufnahmen in die Straße der Romanik. Im Frühjahr 2027 wird dann das Kabinett von Sachsen-Anhalt über die von den genannten Behörden vorgeschlagenen Aufnahmeanträge beschließen.

„Eine erfolgreiche Aufnahme in die Straße der Romanik würde nicht nur die kulturhistorische Bedeutung der Dorfkirche Hohenseeden würdigen, sondern auch die touristische Entwicklung der Region nachhaltig unterstützen“, betonte Landrat Dr. Steffen Burchhardt. Er würdigte vor Ort das Engagement des Kirchenkreises und insbesondere das der Familie von Reinersdorff. 

Die Kirche ist neben den Führungen von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.