Baustart für neuen Durchlass bei Güssow

Seit Montag, 8. Juni 2026 bis voraussichtlich Oktober 2026 wird die bestehende Brücke über den Seedorfer Abzugsgraben an der K 1201 nahe Güssow abgerissen und durch einen neuen Durchlass ersetzt. Die 1950 errichtete Brücke weist eine zu geringe Durchfahrtsbreite auf und ist zudem stark beschädigt. Für die Umsetzung der Baumaßnahme sind rund 1,3 Millionen Euro an Eigenmitteln der Kreisverwaltung eingeplant.

Die Fahrbahnbreite wird im Bereich des Bauwerks auf einer Länge von 55 Metern auf 6,5 Metern verbreitert. Für die Erhöhung der Verkehrssicherheit werden zudem Leitplanken installiert. Der Durchlass wird aus insgesamt zehn jeweils zwölf Tonnen schweren Spannbeton-Elementen hergestellt. Zudem wird eine 50 cm breite sogenannte Otterberme verbaut. Die schmalen Stege entlang des Uferstreifens sollen den Tieren ein gefahrloses Queren unterhalb des Durchlasses ermöglichen.

Während der Maßnahme ist der Baustellenbereich jederzeit passierbar. Hierfür wird eine 58 Meter lange Asphalt-Umfahrung gebaut. Bis zur Fertigstellung wird der Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbeigeleitet.

„Die Überquerung des Abzugsgrabens ist verkehrstechnisch von zentraler Bedeutung für die Region Jerichow, da diese von den Besuchern des Zabakucker Sees als Zufahrt in das Naherholungsgebiet genutzt wird. Die alte Brücke bei Güssow gehört zu den drei Brückenbauwerken im Kreisgebiet, deren Zustand als nicht ausreichend eingestuft wurde und der Neubau entsprechend priorisiert“, erklärt der für Bauvorhaben verantwortliche Beigeordnete Stefan Dreßler.

Die Arbeiten an den anderen beiden Brücken an der K 1236 bei Rottenau sowie der K 1234 in Hohenziatz sollen ebenfalls entsprechend der Haushaltslage in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Die Kreisverwaltung ist als Straßenbaulastträger insgesamt für 26 Brücken und andere prüfpflichtige Ingenieurbauwerke wie beispielsweise Durchlässe verantwortlich.