Arbeitsgelegeheiten für Asylbewerber

Seit April sind Asylbewerber in verschiedenen Einrichtungen im Landkreis im Einsatz. Sie übernehmen sowohl auf den Liegenschaften der Kreisverwaltung als auch bei Vereinen und Einrichtungen sozialer Träger Reinigungs- und Grünpflegearbeiten sowie unterstützende Hilfstätigkeiten. Während die Teilnehmer die Chance haben, erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu sammeln und Sprachbarrieren abzubauen, bietet das Programm gleichzeitig wertvolle Unterstützung für die unterschiedlichen Institutionen. Bei einem gemeinsamen Termin mit Anbietern von Arbeitsgelegenheiten zog Landrat Dr. Steffen Burchhardt in der vergangenen Woche eine Zwischenbilanz.

„Wir sind erst einmal in Burg gestartet, denn der Großteil der Asylbewerber ist hier in der Gemeinschaftsunterkunft am Paddenpfuhl untergebracht. So wird der Arbeitsweg nicht zu einer zusätzlichen Hürde und wir konnten die ersten Erfahrungen in Landkreis-Liegenschaften sammeln. Perspektivisch soll sich das Einsatzgebiet aber auch auf die anderen Gemeinden im Landkreis ausweiten“, erklärt Landrat Dr. Burchhardt.  Mittlerweile sind 27 Asylbewerber in Burg tätig unter anderem im Kreisarchiv, im Jugendwerk Rolandmühle und im Tennisclubs Grün Weiß Burg. Das Feedback fällt dabei überwiegend positiv aus, auch wenn nicht jede Kombination sofort ein perfektes Match ist. Hin und wieder sind Personalwechsel nötig, aber in den meisten Fällen hat sich eine Win-Win-Situation für beide Seiten ergeben“, ergänzt Burchhardt.

Mit der Schaffung von Arbeitsgelegenheiten setzt die Kreisverwaltung die Möglichkeit um, Asylbewerber, die keiner Tätigkeit nachgehen, für gemeinnützige Arbeiten zu verpflichten - eine Ablehnung zieht eine Leistungskürzung von 409 auf 204 Euro nach sich.